Umfrage: Corona beeinflusst Mobilität
Die Pandemie hat Spuren in der Nutzung von Ă–PNV und Autos hinterlassen. Auch in der Meinung zu einem Tempolimit gibt es leichte Verschiebungen.
Fast die Hälfte der Befragten nutzt Bus und Bahn in der Krise seltener.
(Bild: Deutsche Bahn AG / Oliver Lang)
- dpa
Durch die Pandemie hat sich die Nutzung des eigenen Pkws, von Bussen und Bahnen deutlich verändert. Bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa unter 1011 Autofahrern gab gut ein Drittel der Befragten (36 Prozent) an, weniger häufig mit dem Auto unterwegs zu sein als vor der Krise. Sogar fast die Hälfte (45 Prozent) nutzte seltener Busse und Bahnen. Dass sich die Pandemie nachhaltig auf das Mobilitätsverhalten in Deutschland auswirkt, glauben allerdings nur 37 Prozent der Befragten. Die Mehrheit (58) rechnet über kurz oder lang mit einer Rückkehr zum Stand vor der Krise.
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Beim Kauf des nächsten Autos liebäugeln 30 Prozent der Befragten, nach wie vor mit einem Benziner. Rund 23 Prozent denken über den Erwerb eines Hybridfahrzeugs nach. Jeweils 12 Prozent favorisieren einen Diesel oder ein rein elektrisch angetriebenes Fahrzeug. Zwei Drittel der Befragten hielten Hybridfahrzeuge für einen guten Kompromiss aus geringer Umweltbelastung und Reichweite. Doch könnte die Begeisterung für diesen Fahrzeugtyp ihren Höhepunkt überschritten haben. Vor einem Jahr lobten noch 73 Prozent die Hybrid-Fahrzeuge.
Wenig Verständnis für CO2-Steuer
Auf wenig Verständnis stößt bei den meisten Autofahrern der Umfrage zufolge nach wie vor die CO2-Steuer, durch die seit Jahresbeginn Benzin und Diesel deutlich teurer wurden. Fast zwei Drittel der Befragten (63 Prozent) gaben an, sie empfänden die Erhöhung als Zumutung für die Autofahrer. Gut jeder Fünfte meinte allerdings auch, die CO2-Steuer müsse sogar noch deutlich höher sein, um ernsthafte Anreize für mehr E-Mobilität zu schaffen.
Mehrheit fĂĽr ein Tempolimit
Die Mehrheit der Befragten (58 Prozent) sprach sich fĂĽr ein Tempolimit auf Autobahnen aus. Rund 41 Prozent lehnten eine Geschwindigkeitsbegrenzung ab. Im Durchschnitt hielten die Befragten ein Tempolimit von 135 km/h fĂĽr angemessen. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Zahl der BefĂĽrworter eines Tempolimits damit leicht ab. 2020 hatten sich noch 62 Prozent der Befragten fĂĽr eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung ausgesprochen.
Das Meinungsforschungsinstitut forsa hat vom 25. Februar bis zum 5. März im Auftrag der Targobank insgesamt 1011 Autofahrer befragt. Das benutzte Panel ist repräsentativ für die deutsche Onlinebevölkerung. Gefragt wurde unter anderem:
- Inwieweit hat sich ihr Mobilitätsverhalten aktuell in der Corona-Pandemie verändert?
- Befürworten Sie eine generelle Höchstgeschwindigkeit auf deutschen Autobahnen oder lehnen Sie das ab?
- Wann planen Sie voraussichtlich ihr nächstes Auto zu kaufen oder zu leasen?
- Mit welcher Antriebsart soll dieses Auto betrieben werden?
(mfz)