Elektroauto Kia EV6 kommt auch als Power-Version

Der Kia EV6 ist technisch weitgehend baugleich mit dem Hyundai Ioniq 5, setzt aber beim Design und mit einem besonders krÀftigen Antrieb eigene Akzente.

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Kia EV6

(Bild: Kia)

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Der Hyundai-Konzern, zu dem auch Kia gehört, hat in den vergangenen Jahren mit batterieelektrischen Autos gute GeschĂ€fte gemacht. Zwischenzeitlich gab es lange Lieferfristen, was nicht weiter verwunderlich ist, lieferten die Koreaner doch genau das, was der Markt haben wollte. Mit einem Ende des Erfolgs ist vorerst nicht zu rechnen, denn mit dem Ioniq 5 hat Hyundai ein ziemlich spannendes E-Auto vorgestellt. Nun folgt der Setzling von Kia, wobei der EV6 mit einem besonders krĂ€ftigen Ableger zumindest vorĂŒbergehend einen eigenen Akzent setzt.

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Der grĂ¶ĂŸte Unterschied zwischen Hyundai Ioniq 5 und Kia EV6 liegt in der Ă€ußeren Gestaltung. Hyundai setzt auf ein kantiges Design, welches zudem etwas verschleiert, dass der Ioniq 5 so ausladend wie ein VW ID.4 ist. Der Kia ist mit 4,68 m nochmals etwas lĂ€nger und insgesamt viel rundlicher, sieht man einmal von der harten Kante an den RĂŒckleuchten ab. Der hintere Kofferraum fasst 520 Liter, der vordere je nach Antrieb zwischen 20 und 52 Liter – das reicht, um das Ladekabel zu verstauen.

Spannender als diese Details ist natĂŒrlich der Antriebsstrang. Hyundai trĂ€gt mit der Plattform E-GMP (Electric-Global Modular Platform) das 800-Volt-Ladesystem erstmals in einen Bereich diesseits der Luxusklasse. Das fĂŒhrt indirekt zu mehr Tempo beim Laden, weil mit der Spannungserhöhung die StromstĂ€rke sinken kann, ohne das die Leistung abfĂ€llt. Was Hyundai und Kia versprechen, ist in dieser Preisklasse bislang unerreicht. Die Versionen mit Hinterradantrieb und dem grĂ¶ĂŸeren 77,4-kWh-Speicher sollen in weniger als fĂŒnf Minuten 100 Kilometer Reichweite nachtanken. Von 10 auf 80 Prozent Ladestand sollen an einer entsprechend ausgestatteten Ladestation gerade einmal 18 Minuten vergehen. Zwei BatteriegrĂ¶ĂŸen sind geplant, die einen Energiegehalt von 58 und 77,4 kWh. Die maximale Reichweite soll bei 510 km liegen.

Die E-Motoren in den beiden Modellen mit Heckantrieb haben 125 und 168 kW, in den Variante mit Allradantrieb stehen maximal 173 und 239 kW bereit. Mit letzterem vergehen im Standartsprint 5,2 Sekunden. Wer es noch eiliger hat, wird bei Kia mit einem EV6 GT bedient, der sich bei der Motorleistung weit von den anderen Modellen absetzt. Seine beiden E-Motoren bieten zusammen 430 kW auf, die das E-Auto in 3,5 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen sollen. Schluss ist erst bei 260 km/h, denn Kia fĂŒhlt sich an das vor vielen Jahrzehnten vereinbarte Gentleman-Agreement nicht gebunden. In diesem hatten einige Hersteller vereinbart, sich kein WettrĂŒsten bei der Höchstgeschwindigkeit zu liefern und das Spitzentempo auf 250 km/h zu beschrĂ€nken.

Kia EV6 (9 Bilder)

Mit dem EV6 prÀsentiert Kia sein erstes von Grund auf batterieelektrisch konzipiertes Modell, das ebenso wie der Ioniq 5 auf der Electric Global Modular Platform (E-GMP) des Hyundai-Konzerns steht.

Noch verrĂ€t Kia nichts zu den Preisen und einem exakten Termin fĂŒr den Verkaufsstart. Wir rechnen aber damit, dass die Preise bei rund 40.000 Euro fĂŒr das Basismodell starten werden. Bei den HĂ€ndlern steht der Kia EV6 vermutlich spĂ€testens ab dem dritten Quartal. Manch ein Konkurrent wird insgeheim hoffen, dass Hyundai die Nachfrage unterschĂ€tzt und es wieder lange Lieferzeiten gibt. Setzen sollte man darauf aber eher nicht.

(mfz)