IG Metall befĂĽrchtet Infineon-Zerschlagung
Nach dem Einstieg des US-Finanzinvestors Apollo Group beim Münchner Chipkonzern Infineon befürchtet die Gewerkschaft IG Metall zusätzlichen Stellenabbau und den Verkauf der Unternehmensbereiche Drahtlose Kommunikation sowie Smartcards.
Nach dem Einstieg des US-Finanzinvestors Apollo Group beim Münchner Chipkonzern Infineon befürchtet die Gewerkschaft IG Metall einem Pressebericht zufolge zusätzlichen Stellenabbau und den Verkauf der Unternehmensbereiche Drahtlose Kommunikation sowie Smartcards. "Der Vorstand hat das Konzept eines integrierten Halbleiterkonzerns aufgegeben", sagte Martin Kimmich, der für den Konzern zuständige Vertreter der IG Metall Bayern, der Zeitung "Euro am Sonntag" (heutige Ausgabe).
Auf einer Belegschaftsversammlung am Freitag habe der Vorstand die Frage nach einem weiteren außerplanmäßigen Stellenabbau offen gelassen, sagte Kimmich. "Wir rechnen daher mit weiteren Sparmaßnahmen." Die Stimmung in der Belegschaft, die dem Vorstand zuletzt weitgehend loyal gegenübergestanden habe, drohe zu kippen. Weil Dividendenzahlungen nicht in Sicht seien, werde Apollo den Einstieg über Spartenverkäufe refinanzieren, befürchtet die Gewerkschaft.
Siehe dazu auch:
- Investmentgesellschaft soll bei Infineon einsteigen
- Infineon verkauft Breitbandgeschäft
- Infineon hebt Prognose leicht an
- Infineon: Weiteres Sparprogramm nicht nötig
- Infineon verliert weiter an Boden
(dpa) / (se)