Fiat 500: Elektroversion für die USA
Chrysler wird ein Batteriefahrzeug auf Basis des Fiat 500 mit Lithium-Ionen-Akku entwickeln, das ab 2012 auf dem US-Markt angeboten werden soll
- ssu
Auburn Hills (Michigan/USA), 22. März 2010 – Chrysler wird ein Batteriefahrzeug auf Basis des Fiat 500 bauen. Heute gab der Konzern bekannt, dass der 500EV ab 2012 für den US-Markt hergestellt werden soll. Das Projekt sei ein Beleg für die unmittelbaren, positiven Auswirkungen des Einstiegs von Fiat im vergangenen Jahr, nachdem der US-Autobauer im April 2009 in die Insolvenz gegangen war.
Konkrete technische Daten zu dem rein elektrisch angetriebenen Kleinwagen teilt Chrysler noch nicht mit, aber immerhin so viel: Als Energiespeicher werde eine Lithium-Ionen- (Li-Ion-)Batterie dienen; die komplette Entwicklung des elektrischen Antriebsstrangs erfolge am Chrysler-Stammsitz in Auburn Hills im US-Bundesstaat Michigan.
Fiat 500: Elektroversion für die USA (6 Bilder)

Ab 2012 soll der Elektrozwerg als Fiat 500EV in Nordamerika angeboten werden. (Bild: Chrysler)
"Wettbewerbsfähiger Kaufpreis"
Zum Preis wird momentan nur verraten, dass dieser im Vergleich zu ähnlichen Batteriefahrzeugen "wettbewerbsfähig" ausfallen werde. Vorher können sich die Amerikaner bereits an den Anblick des für US-Verhältnisse winzigen 500 gewöhnen: Eine Variante des Cinquecento mit Verbrennungsmotor soll in Nordamerika ab Ende 2010 auf den Markt kommen.
Elektro-Kompetenz in den USA gebündelt
Ferner hieß es, dass für die Entwicklung von Elektro-Varianten sowohl der Chrysler- als auch der Fiat-Konzernmarken in einem "Vehicle Electrification Center of Competence" bei Chrysler in den USA gebündelt würden. Im Gegenzug wollen die Amerikaner von Fiats Know-how bei kompakteren Fahrzeugen und Spar-Technologie für Verbrennungsmotoren profitieren.