30 Jahre Honda VFR 750 R RC30

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Warum Honda nicht noch mehr von dem Überflieger verkaufen konnte? Sie kostete stolze 25.270 D-Mark. Eine Suzuki GSX-R 750 gab es für etwa die Hälfte. Dazu kamen noch die Rennkits, mit denen viele Käufer ihre RC30 zur ultimativen Rennstrecken-Waffe machten. Der einfache Kit mit Auspuffanlage und Vergaser-Umrüstsatz kostete 5000 D-Mark und pushte den Motor auf 125 PS bei 12.000/min.

Wer den TT F1-Kit bestellte, bekam renntaugliche Kolben, schärfere Nockenwellen, modifizierte Vergaseranlage, einen größeren Kühler, ein anderes Steuergerät, andere Gabelholme und ein neues Federbein samt Umlenkhebel, musste aber auch satte 15.000 D-Mark berappen. So gerüstet, leistete die RC30 133 PS bei 12.500/min. Doch Honda hielt noch viel mehr in der Aufpreisliste bereit: Magnesiumräder, Gabelbrücken mit unterschiedlichem Versatz, eine kürzere Schwinge und diverse Motoren- und Getriebekomponenten, um die VFR auf jede Rennstrecke exakt einstellen zu können.

Die Honda VFR 750 R RC30 war DAS Superbike seiner Zeit und konnte zahlreiche Rennsiege einfahren. Vielleicht noch beeindruckender war aber die Technik, die das damals maximal Mögliche darstellte und in Sachen Qualität und Präzision alles andere in den Schatten stellte. Heute gehört die RC30 zu den gesuchtesten und teuersten Motorrädern auf dem Gebrauchtmarkt. Da die VFR 750 R dieses Jahr den Oldtimerstatus erreicht hat, dürften die Preise sogar noch weiter anziehen. Der Meilenstein im Motorradbau ist es wert. (fpi)