Audi Q7: Probefahrt nach dem Facelift
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AdBlue-Einspritzung gegen Stickoxide
Doch das eigentlich Interessante ist unter der Haube passiert: Hier hat Audi die vorhandene Motorenpalette hinsichtlich Verbrauch und Emissionen überarbeitet sowie die Selbstzünder-Reihe um einen "clean diesel" ergänzt. Während der Fahrt ist nichts von der aufwendigen Abgasreinigung zu spüren: Die Maschine ist wie gehabt laufruhig und für einen Diesel auch bei höheren Touren bemerkenswert leise. In Verbindung mit der serienmäßigen Sechsgang-Tiptronic sind wir flott unterwegs. 240 PS und ein Drehmoment von 550 Newtonmetern ermöglichen eine dynamische Fahrweise. Im Vergleich zum Dreiliter-Diesel ohne den Zusatz "clean diesel" verfügt der Motor über einen neu entwickelten Katalysator und AdBlue-Einspritzung. Dabei wird Harnstoff-Lösung in den Katalysator eingespritzt, wo sie im heißen Abgas zu Ammoniak zerfällt. Damit reagiert der größte Teil der noch verbliebenen Stickoxide und verwandelt sich in Stickstoff und Wasser. Der AdBlue-Vorrat wird im Rahmen der regelmäßigen Service-Intervalle von der Werkstatt aufgefüllt.
Clean Diesel: Jetzt 8,9 Liter Verbrauch
Während sich die Fahrdynamik nicht ändert – immerhin sind ein Sprintwert von 8,5 Sekunden und eine Spitze von bis zu 216 km/h drin – sinken die Abgas- und Emissionswerte. So stößt der Clean-Diesel 234 Gramm CO2 aus, das sind fünf Gramm weniger als der gleich starke Bruder. Der entsprechende Durchschnittsverbrauch von 8,9 Liter steht im Vergleich zu 9,1 Liter beim Motor ohne AdBlue. Damit entspricht die Maschine schon jetzt der Euro-6-Norm, die erst ab 2014 greift. Vor allem aber ebnet die Reinigungsaktion den Weg in die USA, wo der Selbstzünder die strengen Abgasnormen von 50 Bundesstaaten erfüllt. Allerdings ist der Sauber-Diesel 2000 Euro teurer als die Variante ohne AdBlue.
Bremsenergie-Rückgewinnung
Daneben hat Audi alle V6- und V8-Motoren im Q7 überarbeitet und Spritspar-Potenzial gehoben: Die Lichtmaschine arbeitet bevorzugt beim Bremsen oder Gaswegnehmen, so dass der Motor beim Beschleunigen entlastet wird. Das soll bis zu fünf Gramm weniger CO2-Ausstoß bringen.