Fahrender Strandkorb: Unterwegs im Renault Kangoo be bop

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Für ein Familienauto fehlen dem be bop auch die Fondtüren. Zwei Kleinkinder auf die Rücksitze zu verfrachten und dann noch in den Sitzschalen anzuschnallen, ist trotz klappbarer Vordersitze Schwerstarbeit. Größere Kinder könnten ja via Hecktüre einsteigen, kontert Renault. Zunächst ist das einleuchtend, denn es bereitet halbwegs schlanken und beweglichen Personen keine Probleme, über die Heckstoßstange ins Auto zu klettern, sich zwischen den beiden Fondsitzen hindurchzuschieben und Platz zu nehmen. Doch der be bop besitzt statt einer Heckklappe eine seitlich angeschlagene Türe, die sich in engen Parklücken kaum weit genug öffnen lässt.

Eine Klappe ließe sich nicht mit dem Hauptvorteil des be bop vereinen: dem unkonventionellen Dach. Der hintere Teil davon lässt sich manuell nach oben und vorne bewegen, sodass die Fondpassagiere unter freiem Himmel Frischluft tanken können. Die hinteren beiden Sitze – der be bop ist nur ein Viersitzer – sind also beileibe nicht die schlechteren. Rückt man die längs verschiebbaren Möbel nach hinten, genießt man Beinfreiheit wie in der Oberklasse. Die Kopffreiheit ist ohnehin fürstlich. Die Arme ruhen bequem auf den Vorsprüngen der Innenraumauskleidung, die fast Fensterbrett-Format besitzen und zur Überlegung anregen, ob hier nicht Blumentöpfe am Platze wären.

Auch vorne sitzt man angenehm. Die Sitzbezüge leuchten in bunten Farben, und auch der obere Teil des Armaturenbrett ist abhängig von der Außenfarbe koloriert – in unserem Fall blau zur orangen Lackierung. Allerdings sind die Insassen allseitig von Hartplastik umgeben, und der untere Teil des Innenraums ist im typischen Renault-Grau gehalten.