Gefahren: Mercedes CLS 350 BlueEfficiency
Der CLS hat ein großes Gepäckabteil in seinem schicken Heck: 520 Liter kann der Wagen mitnehmen. Gegen 518 Euro Aufpreis sind die Fondsitze zudem umklappbar. Allerdings ist der Tank des neuen CLS geschrumpft: 59 Liter Kraftstoff können jetzt mitgeführt werden. Wer einen 80-Liter-Behälter möchte, muss 199 Euro zusätzlich zahlen. Wie Mercedes Entwicklungs-Vorstand Thomas Weber sagt, hängt dies mit dem gesunkenen Verbrauch des Fahrzeugs zusammen und dem Vorteil, dass ein kleinerer Tank weniger wiegt. Vielreisende, und dazu passt der CLS, werden sich wohl trotzdem für den großen Spritbehälter entscheiden.
Elektromechanische Lenkung
Mercedes setzt beim CLS auf eine sportlich orientierte elektromechanische Lenkung, hat sich nach eigenem Bekunden viel Mühe bei der Abstimmung gegeben. Für den schnellen Geradeauslauf ist die Dämpfung zum Beispiel so ausgelegt, dass der Fahrer unangestrengt steuern kann und nicht gleich jede kleine Bewegung zu heftigen Lenkreaktionen führen würde. Beim Ausparken andererseits reiht der kleine Finger. Das System ist nicht so direkt wie bei einem Porsche, man spürt nicht jedes Sandkorn auf der Straße. Aber das ist auch nicht der Zweck des CLS. Auch das berüchtigte synthetische Lenkgefühl stellt sich nicht ein – die Abstimmung ist gelungen.
Außerdem spart die Lenkung laut Mercedes im Vergleich zum Vorgängermodell 0,3 Liter Sprit, weil sie im Unterschied zu hydraulischen Lenkungen nur Energie benötigt, wenn Lenkunterstützung erforderlich ist. Und noch einen Vorteil gibt es, der nur mit dieser Technik machbar ist: Die Lenkung kann mit der Fahrzeugsensorik verknüpft werden und mit einem leichten Lenkimpuls zu Richtungskorrekturen beitragen, also Systeme wie das ESP ergänzen.