Gefahren: Mercedes CLS 350 BlueEfficiency

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Unser Wagen ist mit dem 2023 Euro teuren Luftfahrwerk ausgerüstet. Damit sind wir bei mittleren und hohen Geschwindigkeiten bestens für alle Untergründe und Kurvenlagen gerüstet. Wankfrei lässt er sich auch um schnelle Kurven zirkeln – dabei wiegt der Wagen trotz seiner vier Aluminium-Türen immerhin 1735 Kilogramm. Allerdings will der CLS auch bei sehr langsamen Geschwindigkeiten straff bleiben, so dass Fahrbahnrisse und Schlaglöcher ziemlich deutlich zu den Insassen durchwandern.

Das kultivierte Knurren des Sechszylinder-Benziners passt gut zum sportlichen Eleganz-Auftritt des neuen CLS. Aus 3,5 Liter Hubraum entwickelt er 306 PS und ein maximales Drehmoment von 370 Nm zwischen 3500 und 5250 U/min. Beim Gleiten durch die schwülwarme Toskana ist der Wagen kaum zu hören, die Abrollgeräusche der Reifen dominieren das Klangbild. Beim Beschleunigen dringt dann ein leicht kehliger Klang an unsere Ohren. Wenn es sein muss, genügen 6,1 Sekunden, um Tempo 100 zu erreichen, an Kraftreserven fehlt wahrlich nicht.

Laut Hersteller geht der neue CLS 350 BlueEfficiency mit deutlich gezügeltem Durst zu Werke. Der Durchschnittsverbrauch soll in Grundausstattung um 2,3 auf 6,8 Liter gesunken sein. Im CLS wird erstmals die "Direkteinspritzung der 3. Generation" eingesetzt, eine strahlgeführte Direkteinspritzung, die einen erweiterten Magerbetrieb ermöglicht. Bei ihr wird – neben anderen Neuerungen wie neuen Piezo-Injektoren – jetzt auch der Brennraumdruck erfasst, was die Gemischbildung verbessert. Was es in der Praxis bringt, konnten wir bei der Vorstellung noch nicht prüfen, die Normwerte sind aber tatsächlich beeindruckend.

Um die Weitergabe der Kräfte kümmert sich im CLS 350 BlueEfficiency serienmäßig eine überarbeitete Siebengang-Automatik. Diese schaltet so sanft und perfekt, dass wir von ihrer Arbeit nicht viel mitbekommen. Sauber legt sie immer genau den richtigen Gang ein, trägt bei zu einem letztlich sehr souveränen Eindruck vom neuen CLS.