Kurz gegen klein: Smart Fortwo und Toyota iQ im Vergleich

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Beim Fortwo 1.0 mhd ist eine Start-Stopp-Automatik in allen Ausstattungen Serie, beim iQ nur in der Version iQ+. Obwohl der Toyota größer ist, verbraucht die Schaltversion sogar 0,1 Liter weniger als der Smart: 4,3 Liter auf 100 Kilometer laut Werksangabe. Beide Autos gehören zu den sparsamsten Benzinern auf dem Markt. Die CVT-Version des iQ schluckt jedoch gleich 4,7 Liter. In der Praxis brauchte der Smart 6,0, der iQ aber 7,5 Liter. Beide Motoren erfüllen nur die Euro-4-Abgasnorm.

Für die Autobahn sind unsere Flitzer nicht geboren, denn beim Höchsttempo muss man Abstriche machen: Laut Datenblatt schafft der Smart 145 km/h, und beim iQ ist bei 150 km/h Schluss. Wir trieben den Tacho des Smart auf 150, während im iQ sogar 165 Sachen angezeigt wurden.

Abgesehen von der relativ niedrigen Höchstgeschwindigkeit eignen sich unsere Autos auch wegen ihrer Fahrwerkskonstruktion und -abstimmung wenig für die Autobahn. Irgendwann ab Tempo 120 wird es einem im Smart mulmig, während der iQ stabiler bleibt. Ähnliches gilt für Kurven: Wer zu schnell in die Biegung fährt, kommt mit dem iQ leichter wieder heraus. Wenn beim Smart bereits die Reifen quietschen und die ESP-Anzeige blinkt, hat der iQ bei gleichem Tempo noch keine Probleme. Erfreulicherweise besitzen beide Autos serienmäßig den elektronischen Schleuderschutz, was bei Kleinstautos bis heute keine Selbstverständlichkeit ist. Eine Servolenkung ist dagegen nur beim iQ Serie. Auch auf gerader Strecke ist der Toyota angenehmer. Denn der Smart rumpelt bei Fahrbahnunebenheiten, er ist viel härter gefedert als der iQ, der leichter über Fugen, Rillen und Schwellen hinwegrollt. Hinzu kommt, dass der Smart beim Bremsen und beim automatischen Gangwechsel fast immer nickt, was den negativen Effekt der erwähnten Zugkraftunterbrechungen noch verstärkt. Apropos Bremsen: Der Smart hat anders als der iQ hinten nur Trommelbremsen.