Lexus GS 250 und GS 450h im Fahrbericht
Denn der GS 450h geht deutlich potenter zu Werke als sein Benzin-Bruder. Bei ihm kombinieren die Japaner einen 215 kW (292 PS) starken 3,5-Liter-Sechszylinder mit einem 147-kW-Elektromotor (200 PS). Die Systemleistung beträgt 345 PS. Ein "System-Drehmoment" gibt Lexus nicht an, es beträgt beim Benziner 352 Nm und beim Elektromotor 275 Nm. Die Beschleunigung geht auf jeden Fall druckvoll und kultiviert vonstatten, den Sprint auf 100 km/h stoppt die Uhr bei 5,9 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 250 km/h elektronisch begrenzt. Aber auch hier: Ab spätestens 120 km/h sind in der Kabine Windgeräusche deutlich vernehmbar und der Antrieb ist ebenfalls alles andere als still – von der Ruhe der oberklassigen Lexus-LS-Modelle sind die kleineren GS-Varianten weit entfernt.
Im Stau rein elektrisch
In der Tempo-30-Zone oder beim Stop-and-Go im Stau lässt sich der GS 450h prima rein elektrisch fahren: Bei voller Batterie bis zu vier Kilometer weit mit Geschwindigkeiten bis zu 40 km/h. Der Elektromodus kann per Knopfdruck in der Mittelkonsole aktiviert werden. Den Verbrauch gibt der Hersteller beim GS 450h mit durchschnittlich 5,9 Liter pro 100 Kilometer an. Das ist sensationell wenig und kommt zudem der Realität nahe: Der Bordcomputer zeigte während des Tests mit Stadt, Land und Autobahn 6,9 Liter Durchschnittsverbrauch an – im Sport-S-plus-Modus.
Automatik und Leistungsverzweigung
Die Schaltarbeit wird beim GS 250 von einer Sechsgang-Automatik übernommen. Diese macht einen unspektakulären Job und hat bei höheren Drehzahlen mit dem schlappen Motor und dem Wagengewicht zu kämpfen. Beim Hybriden setzen die Ingenieure auf ein leistungsverzweigtes Zusammenspiel der Motoren per Planetengetriebe. Das fühlt sich an wie ein CVT-Getriebe, Schaltstufen gibt es nicht. Allerdings stört die Getriebetechnik des GS 450h nicht – viele CVT-Getriebe haben wir als ziemlich nervend in Erinnerung. Wer will, kann übrigens über die serienmäßigen Lenkrad-Schaltpaddles virtuelle Schaltstufen einlegen, viel Sinn ergibt das in der Praxis aber nicht.