Mercedes S 400 Hybrid – unterwegs in der Serienversion

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Wer nicht jeden Tag am Steuer einer S-Klasse Platz nimmt, muss sich nach dem Einsteigen zunächst orientieren: Die serienmäßigen und optionalen Ausstattungsmöglichkeiten für den großen Benz sind mannigfaltig – entsprechend viele Tasten, Knöpfe und Anzeigen gibt es. Hat man sich aber einmal einen Überblick verschafft, findet man sich gut zurecht. Ein Novum ist der Splitview-Monitor, der mit Kopfhörern und Fernbedienung geliefert wird. Während der Fahrer beispielsweise Navigations-Infos sieht, kann der Beifahrer aus seinem Blickwinkel eine DVD schauen – beides über dasselbe Display in der Mitte der Armaturentafel. Das funktioniert hervorragend und mit einer klaren Anzeige: Für keinen der beiden Betrachter überlagern sich die Bilder.

Der S 400 Hybrid basiert auf dem S 350. Dessen V6-Ottomotor wurde modifiziert und mit einer Atkinson-Ventilsteuerung ausgestattet, die den Wirkungsgrad des Verbrenners erhöht. Dieser leistet nun 205 kW (279 PS). Er wird mit einem scheibenförmigen Elektromotor gekoppelt, der im Wandlergehäuse zwischen der Automatik und dem Ottomotor platzsparend eingebaut ist. Der 15 kW (20 PS) starke Elektromotor dient gleichzeitig als Anlasser und als Generator. Gespeist wird das Elektroaggregat aus einer Lithium-Ionen-Batterie. Sie wird an die Stelle der herkömmlichen Starterbatterie in den Motorraum eingebaut, folglich bleibt das Kofferraumvolumen (560 Liter) erhalten.

Die Vorteile gegenüber einer Nickel-Metallhydrid-Batterie, wie sie beispielsweise Lexus verwendet, liegen laut Mercedes in einer höheren Energiedichte und einem besseren Wirkungsgrad bei geringerem Gewicht und kompakteren Abmaßen. Die S-Klasse wird durch das Hybridsystem dennoch um 75 kg schwerer als der vergleichbare Benziner.