Mercedes S 400 Hybrid – unterwegs in der Serienversion

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Beim Umdrehen des Zündschlüssels wirft der Elektromotor den Benziner an. Das passiert sehr sanft und leise. Weniger sanft, dafür mit viel Druck im Rücken erleben wir die so genannte Boost-Funktion der E-Maschine: Tritt man das Gaspedal kräftig durch, unterstützt der Stromer den Benziner beim Antrieb. Gemeinsam liefern beide Motoren Mercedes zufolge 299 PS und ein Drehmoment von 385 Newtonmetern zwischen 2400 und 5000 Touren. Das reicht, um den langen Benz in 7,2 Sekunden auf Tempo 100 zu schaffen und ihm eine Spitze von 250 km/h zu ermöglichen. Der Boost ist spürbar und verhilft dem "S" im Alltag zu mehr als ausreichenden Fahrleistungen.

Rollt der Wagen im Schubbetrieb, arbeitet der Elektromotor als Generator und wandelt die Bewegungsenergie in elektrische Energie um, die in der Lithium-Ionen-Batterie gespeichert wird. Diese "Rekuperation" nimmt der Fahrer zunächst kaum wahr. Erst wenn er das Bremspedal leicht betätigt, macht sich ein stärkeres Abbremsen bemerkbar. Dann nämlich wird die Generatorleistung erhöht, was zu einer stärkeren Verzögerung führt. Dieses Feedback beim leichten Tritt aufs Bremspedal wirkt am Anfang ein wenig steril, man gewöhnt sich aber schnell daran.

Beim noch kräftigeren Druck auf den Bremshebel werden zusätzlich die hydraulischen Radbremsen aktiv. Sinkt die Geschwindigkeit unter 15 km/h, wird der Verbrennungsmotor ganz abgeschaltet. Man rollt also ganz leise an die Ampel heran, wartet bis "Grün" kommt, nimmt den Fuß von der Bremse und tippt das Gaspedal an. Der Fahrer spürt, dass der Motor wieder startet, als Beifahrer bekommt man davon kaum etwas mit, so leise ist der V6. Auf der Armaturentafel wird dabei grafisch veranschaulicht, wie die Energie beim Beschleunigen oder Bremsen fließt und ob die Batterie geladen wird.