PKW-Energielabel wird eingeführt und diskutiert
Smart schlechter als Audi Q7
Andere Beispiele kommen ohne Konjunktiv aus: Die Quasi-Immobilie Audi Q7 3.0 TDI steht mit einem vertretbaren "B" auf ihrer Skala da, während ein Smart Start-Stopper mit seinem roten "E" aussieht wie die Umweltverschmutzer. Nun ist der Dreizylinder im Smart für seine gebotene Leistung nicht gerade als Sparwunder bekannt, aber einen Q7 sticht er auf den Tankrechnungen jeden Tag aus. Nach der ab Donnerstag gültigen Energieeffizienzberechnung kann man generell so lange Blei an ein beliebig ineffizientes Auto schrauben, bis es mit Bestwerten abschneidet. Diese Formel hat also nichts mit der Schonung der Umwelt zu tun, sondern mehr mit der Schonung der deutschen Hersteller, die stark in den oberen Segmenten sind.
E-Autos bevorzugt
Auch der Umgang mit Elektroautos wirkt nachlässig. Sie erhalten automatisch die Bestnote, weil nur CO2-Ausstoß am Fahrzeug in die Berechnung eingeht. Die Bestnote gibt es also selbst für die größten Stromverschwender beim Laden wie Fahren – Hauptsache, elektrisch angetrieben. Dasselbe trifft auch auf eventuell kommende Wasserstoff-betriebene Fahrzeuge zu, die kein CO2, sondern nur Wasserdampf ausstoßen (egal ob Brennstoffzelle oder direkt verbrannt). Ein Anreiz für Hersteller, effiziente Elektrofahrzeuge zu bauen, existiert in keinster Weise.