Range Rover V8 Supercharged
Seite 2: Power-Koloss: Range Rover V8 Supercharged im Test
In 6,2 Sekunden auf Tempo 100
Viel hat sich unter der Haube des Range Rover getan: Hier wurde nämlich ganz gewaltig an der Leistungsschraube gedreht. Die bisherige V8-Topmotorisierung brachte es auf 4,2 Liter Hubraum und 396 PS. Nun wurde dem SUV ein mittels Kompressor aufgeladenes Fünfliter-Aggregat mit 510 Pferdestärken eingepflanzt. Dies treibt den 2,7 Tonnen schweren allradgetriebenen "Supercharged" zu beeindruckenden Fahrwerten: Nach 6,2 Sekunden erreicht die Tachonadel die 100-km/h-Markierung. Und erst bei Tempo 225 ist Schluss, hier wird dann elektronisch abgeregelt. Der Motor gäbe sicherlich noch einiges mehr her. Die 625 Nm Drehmoment, die ab 2500 Umdrehungen zur Verfügung stehen, lassen das Gewicht des Kolosses fast vergessen.
Häufiger Besuch an der Tankstelle
Beim Blick auf die Tankuhr kehrt die Erinnerung freilich schnell zurück. Land Rover betont, den Verbrauch des V8 Supercharged im Vergleich zum Vorgänger um 7 Prozent gesenkt zu haben. Im Datenblatt sind nun 14,9 Liter pro 100 Kilometer aufgeführt. Das ist so viel wie beim Porsche Cayenne Turbo mit 500 PS und sogar weniger als beim 510 PS starken Mercedes ML 63 AMG (16,5 Liter). Doch nach unserer Mischfahrt über Autobahn und Landstraße zeigt der Bordcomputer des Range Rover einen Durchschnittsverbrauch von über 20 Liter an.
Sanft schaltende Automatik
Die Sechsgang-Automatik von ZF wurde weiter entwickelt. Sie verrichtet ihre Arbeit sehr sanft und komfortabel. Der serienmäßig luftgefederte Range Rover liegt äußerst komfortabel auf der Straße. Dazu trägt unter anderem ein neues System namens "Adaptive Dynamics" bei. Es überprüft 500-mal pro Sekunde den Dämpferdruck an jedem Rad und justiert je nach Straßenzustand und Fahrstil permanent und stufenlos nach. In Kurven neigt sich das Fahrzeug nur leicht, da elektronische Helferlein das Wanken in Form einer "Wankneigungskontrolle" in Grenzen halten.