Klassenkampf

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Im Golf Variant überzeugen die übersichtlichen, ergonomisch angeordneten Bedienelemente, Schalter und Anzeigen, auf Wunsch ist sogar ein Massagesitz erhältlich. Beim Mazda6 ist zwar alles da und ebenfalls am richtigen Platz, überschaubar und logisch. Im Vergleich zu seinem ambitionierten Äußeren wirkt es aber wie Allerweltsdesign mit Allerweltsmaterialien. Viel Plastik und Oberflächen, wie man sie schon dutzendfach gesehen hat und eine improvisiert wirkende Integration des Navi-Bildschirms. Immerhin: Vier Passagiere finden bequem Platz und sollten sich auch auf längeren Strecken wohlfühlen.

Der Sechser glänzt mit dem Mazda-typisch guten Fahrwerk, tendenziell eher straff abgestimmt als zu weich. Kommod flottes und entspanntes Gleiten ist damit sein Ding. Beim VW Golf Variant hat der Fahrer gegen Aufpreis die Möglichkeit, die Abstimmung in drei Modi zu verändern. Klappt prima, muss aber bei einem Familienkombi nicht sein. Golf wie 6er bieten diverse Assistenzsysteme. Die Auswahl ist beim Golf zwar größer, aber auch der Mazda6 lässt sich mit allem ordern, was wirklich wichtig ist: Abstandsregelsystem und Notbremsassistent, Spurhalte-, Spurwechsel oder Fernlichtassistent, Kurvenlicht und Rückfahrkamera.

Mindestens 29.725 Euro wollen die Wolfsburger für ihren 150 PS starken Diesel-Kombi haben, den es nur in der gehobenen Comfortline-Ausstattung gibt. Doch selbst dann noch bietet die lange Zubehörliste noch reichlich Potenzial. Der Mazda6 Kombi ist in der 150-PS-Version mit Selbstzünder bereits ab 28.490 Euro zu haben. Das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange – aber schon die deutlich kürzere Aufpreisliste sorgt dafür, dass es noch im Rahmen bleibt. (fpi)