Range Rover Evoque SD4: Fit fürs Gelände

Allrad-Pionier Land Rover tritt spät im Segment der kompakten SUVs an. Ob der Evoque das Zeug dazu hat, die Konkurrenz in den Schatten zu stellen, konnten wir mit einem Vorserien­modell ausprobieren

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Von
  • Gregor Hebermehl
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Gaydon (England), 14. April 2011 – Der Land Rover Evoque soll sich im Segment der kompakten SUVs seinen Platz sichern. Da immer mehr Hersteller in diese Lücke drängen, haben die Briten ein Auto entworfen, das zumindest in einem Punkt den Konkurrenten voraus sein dürfte. Im englischen Gaydon konnten wir ein Vorserienmodell des Evoque ausprobieren.

Äußerlich ist der Evoque schick geworden. Der als Coupé und Fünftürer zu habende Wagen ist mit einer Länge von 4,36 Meter für Range-Rover-Verhältnisse recht klein und mit einem Leergewicht von rund 1700 Kilogramm vergleichsweise leicht. Das Dach und die Motorhaube bestehen aus Aluminium, beim Instrumententräger wird Magnesium verwendet, die Heckklappe wird komplett aus faserverstärktem Kunststoff gefertigt. Sie macht dennoch selbst beim Vorserienauto einen steifen Eindruck. Als Ausstattungsoption bietet Land Rover für den Evoque noch ein großes Panorama-Glasdach an. Dieses lässt viel Licht in den Innenraum, macht den Wagen aber deutlich schwerer und schiebt auch den Schwerpunkt nach oben.

Range Rover Evoque SD4: Fit fürs Gelände (22 Bilder)

Der neue Range Rover Evoque soll im Segment der kompakten SUVs antreten.

Der Evoque wird von Land Rover als Range Rover einsortiert, muss also beim Komfort gehobenen Ansprüchen gerecht werden. Der Innenraum des gefahrenen Vorserienmodells ist fein gemacht und lässt sich beispielsweise mit einer TV-Funktion und einer elektrisch schließenden Heckklappe ausrüsten. Die äußere Keilform mit den Fensterschlitzen hinten offenbart beim Blick aus der Kabine ihre Nachteile: Der Wagen ist nach hinten sehr unübersichtlich. Eine Rückfahrkamera gehört in diesem Auto zu den absoluten Pflichtextras. Gegen Aufpreis steht sowohl für die Handschalter- als auch für die Automatikmodelle eine automatische Einparkhilfe zur Verfügung – eine Premiere bei Land Rover. Das System erkennt die Längsparklücke neben dem Fahrzeug und manövriert es dort hinein. Bei einem Versuch stand am Ende das Auto ein bisschen schräg. Das System soll bis zum Serienstart im September 2011 aber noch kalibriert werden.