Range Rover Evoque SD4: Fit fürs Gelände
Magnetic-Ride-System
Land Rover bietet beim Evoque gegen Aufpreis auch ein Magnetic-Ride-System an. Bei dieser Technik verändert ein magnetorheologisches Fluid unter der Wirkung eines Magnetfeldes seine Viskosität. Je nach Grad der Zähflüssigkeit fließt das Fluid leichter oder behäbiger durch Ventile im Dämpferinneren. Auf diese Weise lassen sich verschiedene Dämpferprofile einstellen. Automatisch überprüfen Sensoren 1000 Mal pro Sekunde das Dämpfer-Verhalten. In der Normal-Stellung rollt der Evoque recht komfortabel über den absichtlich verwitterten Teil der Teststrecke. Die Seitenneigung in schnell durchfahrenen Kurven ist deutlich zu spüren. In der Sportstellung wird erheblich härter über Schlaglöcher gerumpelt, aber in der Kurve stemmt sich der Wagen dann aber tapfer gegen seinen hohen Aufbau. Die Spreizung zwischen den verschiedenen Einstellungen ist auf jeden Fall spürbar. Der Evoque ist laut Land Rover der erste Offroader mit einem Magnetic-Ride-System.
Im Gelände überlegen
Land Rover ist mit dem immer noch in Produktion befindlichen Defender groß geworden. Daher leitet sich der Anspruch ab, in jeder Wagenklasse, die man bedient, das jeweils geländegängigste Fahrzeug anzubieten. Beim Range Rover Evoque wäre dies nun nicht sonderlich schwer, Konkurrenz-Modelle wie der Mini Countryman tragen ihre Geländefähigkeiten allenfalls im Namen. Trotzdem wird der kleinste Range sein Image als verkleinerter leichter Freelander wohl untermauern können: Er bekommt das gleiche Terrain Response System, mit dem sich für verschiedene Untergründe wie Schnee, Felsen oder Sand bestimmte Traktionsprogramme einstellen lassen. Außerdem verträgt der kleine Range eine Wattiefe von bis zu 50 Zentimetern. Darüber hinaus wurde die Ölversorgung des Motors so angepasst, dass sie auch mit extremen Fahrzeug-Schräglagen zurechtkommt. Damit wird der Evoque wohl das mit Abstand geländefähigste Fahrzeug seiner Klasse werden.