HP-Chef weist Vorwürfe in Spitzelaffäre zurück
Der Chef des Computerriesen Hewlett-Packard will keine Insidergeschäfte getätigt haben.
Hewlett-Packard-Chef Mark Hurd hat sich in einem Brief (PDF-Datei) an Kongressabgeordnete erklärt und die gegen ihn erhobenen Vorwürfe wegen Insidergeschäften im Rahmen des Bespitzelungsskandals zurückgewiesen. Der Verkauf von 100.000 Aktien sei Teil einer lang geplanten Investment-Strategie gewesen. Er habe insgesamt weniger als 5 Prozent seiner Anteile verkauft und daraus auch weder finanzielle Vorteile gewonnen, noch dem Unternehmen geschadet. Seit dem Zeitpunkt des Verkaufs hätten HP-Aktien um 5 US-Dollar pro Anteil zugelegt.
Kritiker hatten Hurd dagegen vorgeworfen, dass er noch einmal abkassieren wollte, kurz bevor Details zum Bespizelungs-Skandal an die Öffentlichkeit gerieten. Aus Börsenunterlagen geht hervor, dass Hurd genau an dem Tag, an dem er zu dem Skandal befragt wurde, Aktienoptionen für 1,37 Millionen Dollar verkaufte. Der HP-Manager betont jedoch in seinem Schreiben an den Kongress, dass der Aktienverkauf lange vor der Befragung eingeleitet und abgeschlossen wurde.
Sein Handel habe auch nichts mit der verpönten Praxis des Zurückdatierens von Aktienoptionen zu tun (Backdating). Die von ihm verkauften Anteile habe er mehr als ein Jahr vorher im Rahmen seiner Ernennung zum HP-Chef zum damaligen Ausgabepreis erhalten. Der Optionspreis sei nicht einfach wahllos auf einen Zeitpunkt, bei dem Ausgabepreis besonders niedrig war, zurückdatiert worden.
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