Alternativ Skyactiv

Mazda will seinen Kunden die Möglichkeit geben, alternative Kraftstoffe und Antriebskonzepte zu nutzen und kann damit gleichzeitig den Flottenverbrauch senken. Auf der Tokyo Motor Show wird der Hersteller eine Erdgasoption und einen Hybridantrieb für den Mazda 3 vorstellen

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Tokio, 23. Oktober 2013 – Mazda will seinen Kunden die Möglichkeit geben, alternative Kraftstoffe und Antriebskonzepte zu nutzen und kann damit gleichzeitig den Flottenverbrauch senken. Vielleicht ist es aber auch umgekehrt. Wie dem auch sei: Auf der Tokyo Motor Show (23. November bis 1. Dezember 2013) wird der Hersteller eine Erdgasoption und einen Hybridantrieb für den Mazda 3 vorstellen.

Mit seinem Skyactiv-G-Benzinmotor ist Mazda dem Wettbewerb grundsätzlich weit voraus, denn der Motor hat von Haus aus ein extremes Verdichtungsverhältnis von 14,0:1. Während beispielsweise Daimler die Verdichtung für den Erdgasbetrieb der E-Klasse von 9,8:1 auf 11:1 aufwendig durch den Einsatz höherer Kolben anheben muss, kann Mazda eigenen Angaben zufolge mit nur wenigen Modifikationen den Motor auf den bivalenten Betrieb mit Benzin und Erdgas auslegen. Daimler kann die 11:1 nicht überschreiten, weil der Motor dann mit Benzin nicht mehr betriebsfähig wäre und geht damit einen Kompromiss auf Kosten der Effizienz im Erdgasbetrieb ein. Mazdas Skyactiv-Motor dagegen kann trotz einer um drei Punkte höheren Verdichtung mit beiden Kraftstoffen betrieben werden, was den Verbrauch senken hilft. Allerdings nutzt auch Mazda damit nicht das ganze Potenzial des Methangases, das dank seiner hohen Oktanzahl von 130 in umgerüsteten Dieselmotoren bei 18:1 noch etwas wirtschaftlicher verbrannt werden kann.

Alternativ Skyactiv (4 Bilder)

Mazda stellt auf der Tokyo Motor Show 2013 den 3 in einer Erdgasvariante vor.

Mit dem Skyactiv-CNG Concept will der Hersteller nach eigenen Worten auf die steigende Nachfrage nach Fahrzeugen mit Erdgasantrieb reagieren. Weitere Details hat Mazda noch nicht bekannt gegeben, wann und wo das Modell auf den Markt kommt, wurde ebenfalls nicht mitgeteilt.

In der Hybridversion des Mazda 3 kommt ein eigens dafür entwickelter Zweiliter-Skyactiv-G-Benzinmotor in Verbindung mit einem Elektromotor zum Einsatz. Der Ottomotor dürfte, wie in solchen Fällen üblich, sparsam aber drehmomentarm im Atkinson-Zyklus mit kurzem Verdichtungs- und langem Expansionshub laufen, während die E-Maschine im Boost-Modus die Drehmomenteinbuße ausgleichen hilft. Der Hybrid kommt zunächst in Japan, Europa soll folgen. Wann das sein wird und mit welchen Spezifikationen, ist noch nicht bekannt. (fpi)