Seat Tarraco Plug-in-Hybrid: Erste Details

Seat verrät erste Details zum Plug-in-Hybrid im Tarraco. Technische Sonderwege beschreitet Volkswagen auch hier nicht: Ein bekannter Benziner wird mit einem E-Motor zu einer sehr kräftigen Antriebseinheit verbunden

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Seat Tarraco Plug-in-Hybrid
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Die Plattformstrategie von Volkswagen folgt in der Regel einer klaren Vorgabe. Wichtige Neuheiten bekommen zuerst die Marken Audi und VW, Seat und Skoda folgen mit leichter Verzögerung. Ausnahmen davon gab es in der Vergangenheit selbstverständlich einige, nun folgt wieder eine: Ein SUV mit Plug-in-Hybrid zeigt zuerst Seat, wobei das hier vermutlich kaum Auswirkungen für den Kunden hat. Skoda und VW dürften auf der IAA folgen. Der Antriebsstrang wird Stück für Stück auf die Konzernmodelle verteilt, in Kodiaq und Tiguan Allspace dürfte er im kommenden Jahr also auch zu haben sein.

Zunächst ist aber Seat am Zug. Der Antrieb setzt sich aus einem 1,4-Liter-Benziner mit 110 kW (150 PS) und einem 85-kW-E-Motor zusammen. Die Systemleistung addiert sich auch hier nicht, sie liegt bei 180 kW (245 PS), das maximale Gesamtdrehmoment bei 400 Nm. Seat nennt 7,4 Sekunden im Standardsprint und 217 km/h Höchstgeschwindigkeit. Zur groben Einordnung: Ein VW Tiguan Allspace mit 240-PS-TDI ist mit 7,4 Sekunden und 228 km/h angegeben, ein Skoda Kodiaq mit einem 220-PS-Benziner mit 7,5 Sekunden und 220 km/h Spitze.

Seat Tarraco Plug-in-Hybrid: Erste Details (6 Bilder)

Noch ist dieser Seat Tarraco eine Studie. Sie verbindet die in diesem SUV neue Ausstattungslinie "FR" und einen Plug-in-Hybridantrieb.
(Bild: Hersteller)

Die Batterie hat eine Kapazität von 13 kWh. Das soll im NEFZ für eine elektrische Reichweite von 50 Kilometern langen. Die vorläufigen Verbrauchsdaten sind mit 18,9 kWh und 1,9 Liter/100 km angegeben. Es handelt sich dabei um Werte, die im WLTP gemessen und anschließend auf den NEFZ zurückgerechnet wurden. Noch sind die Messwerte des alten Zyklus verpflichtend anzugeben, doch niemand würde einen Hersteller hindern, die Verbrauchsangaben auch im WLTP zu beziffern – sie liegen ab der Abgasnorm Euro 6c ja ohnehin vor.

Preise nennt Seat noch nicht, es gibt aber schon einen groben Zeitplan: Der Tarraco Plug-in-Hybrid soll im Frühjahr 2020 zu den Händlern kommen. Dann dürften auch die anderen Konzernmodelle erhältlich sein. Vermutlich wird Volkswagen den Antriebsstrang zügig auch an VW Tiguan und Skoda Karoq verteilen. Die strengen Vorgaben beim Flottenverbrauch und der Anreiz durch die steuerliche Neuregelung für die private Nutzung von Dienstwagen macht diese Modelle für die Hersteller interessant. (mfz)