Elektroauto VW e-Up voraussichtlich ab Februar wieder bestellbar
Volkswagen will "ab Mitte Februar" wieder neue Bestellungen fĂŒr sein unerwartet erfolgreich gewordenes elektrisches Kleinstwagenmodell VW e-Up entgegennehmen.
(Bild: Christoph M. Schwarzer)
Volkswagen hat ab 2020 keine neuen Bestellungen mehr fĂŒr den VW e-up angenommen, da die Lieferzeiten aufgrund der hohen Nachfrage zu lang geworden wĂ€ren. Nun öffnet der Hersteller die BestellbĂŒcher nach eigenen Angaben "wahrscheinlich Ende Februar" wieder.
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So beliebt wurde der bereits seit 2013 verkaufte Kleinstwagens erst durch die staatlichen Subventionen fĂŒr Elektroautos. In der Folge verschĂ€rfte sich die Situation noch durch den Teilemangel infolge von COVID-19. Nicht einmal Preiserhöhungen haben geholfen, das Interesse in beherrschbare Bahnen zu lenken und am Ende wurden auch der baugleiche Seat Mii electric und der Skoda Citigo iV (Test) aus dem Angebot genommen, um den Bestellstau geordnet abarbeiten zu können.
Zwischenzeitlich wurde gemutmaĂt, dass der Konzern die Produktion der elektrischen Kleinstwagen mit ihren brutto 36,8 kWh und 3,6 Metern LĂ€nge einstellen und dafĂŒr die bereits als seriennahe Studien vorgestellten Elektroautos VW ID.1 und ID.2 anbieten könnte. Die mit 3,8 Metern gröĂeren Autos (die Studie ID.Life ist mit 4,2 Metern sogar noch deutlich lĂ€nger) mit wohl kaum weniger als 57 kWh sollen ab 2023 auf den Markt kommen, inklusive der zu erwartenden baugleichen Modelle aus den Volkswagen-Paralleluniversen Seat und Skoda.
Abweichende Konstruktion
Das wĂ€re auch insofern logisch gewesen, als der VW e-up lediglich ein nachtrĂ€glich auf Elektroantrieb umgerĂŒstetes konventionelles Modell mit den entsprechenden Nachteilen einer weniger guten Raumnutzung und einer vergleichsweise geringen Reichweite ist. Es darf vermutet werden, dass die Produktion dieser Autos zudem mit höheren Kosten einhergeht als ein von Grund auf neu konstruiertes Elektroauto, immerhin muss der e-Up am Band mit einer von der ursprĂŒnglichen Konstruktion abweichenden Bodengruppe und entsprechend angepassten B-SĂ€ulen ausgestattet werden.
Doch offenbar ist fĂŒr Volkswagen die Nachfrage attraktiv genug, um nach Lösungen zu suchen. So ist seit Ende Januar der Seat Mii electric (Test) wieder bestellbar. Auf Anfrage von heise Autos bestĂ€tigt der Konzern, auch "den e-Up! wieder ins Bestellprogramm aufzunehmen (wahrscheinlich ab ca. Mitte Februar). Die Produktionszahlen hĂ€ngen von mehreren Faktoren ab, wie z.B., TeileverfĂŒgbarkeit, WerkskapazitĂ€t und BestelleingĂ€nge. Hier können wir derzeit keine Angaben machen."
"Eine limitierte Auflage wird es nicht geben"
Der Vermutung, es könnte sich dabei eventuell um eine teuer ausgestattete Sonderauflage zum Abverkauf der letzten noch vorhandenen BestĂ€nde handeln, widersprach die Produktkommunikation mit den Worten: "Eine limitierte Auflage wird es nicht geben". Dazu wĂ€re es angesichts der glĂ€nzenden Nachfrage freilich auch zu frĂŒh. Zu erwarten ist jedoch, dass der "e-Up Style Plus" ein sehr gut ausgestattetes Auto sein wird, das dem Besteller nur noch wenig Optionen lĂ€sst. Beim Preis dĂŒrfte VW Richtung 26.000 Euro zielen, um dem Kunden dann nach Abzug der auf 9570 Euro erhöhten InnovationsprĂ€mie Preise deutlich unter 20.000 bieten zu können.
(fpi)