Lotus Evora 414E Hybrid Concept mit Range Extender

Kupferfarben steht er da, und unter seiner Heckscheibe ist High-Tech zu sehen. Die Genfer Studie Lotus Evora 414E Hybrid ist mit zwei Elektroaggregaten und einem Range Extender ausgerĂĽstet

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Von
  • Gregor Hebermehl
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Hethel (England), 26. Februar 2010 – Kupferfarben wie eine frisch geätzte Platine kommt er daher, durch die Heckscheibe sind wohlgeformte Technik-Komponenten zu sehen: Der Lotus Evora 414E Hybrid wird sicher ein Hingucker auf dem Genfer Automobilsalon (4. bis 14. März 2010). Das auf dem viersitzigen Evora basierende Konzeptauto ist das erste Hybridmodell der englischen Sportwagenschmiede.

Jeder der beiden je 152 kW (207 PS) leistenden Elektromotoren ist für jeweils ein Hinterrad zuständig. Die addierte Leistung von 414 PS findet sich als "414" auch in der Bezeichnung der Studie wieder. Strom beziehen die kräftigen Elektromotoren aus einer mittig unter dem Wagen montierten Lithium-Polymer- (LiPo)-Batterie mit einer Kapazität von 17 kWh. Geht der Strom zur Neige, treibt ein 1,2-Liter-Dreizylinder-Ottomotor einen Generator an, der die Batterie nachlädt. Der Verbrenner leistet 35 kW (48 PS) und kann sowohl mit Benzin als auch mit Ethanol betrieben werden. Ferner besitzt der Evora 414E Hybrid eine Plug-in-Funktion: Die Batterien können an der Steckdose aufgeladen werden.

Lotus Evora 414E Hybrid Concept mit Range Extender (5 Bilder)

Kuperfarbener Lack und eine Heckscheibe im Leiterplatten-Design: Das erste Bild des Lotus Evora 414E Hybrid Concept

Als rein elektrische Reichweite gibt Lotus 56 Kilometer an. Unter Einsatz des Verbrennungsmtors sind insgesamt knapp 500 Kilometer Fahrstrecke möglich. Laut Lotus bietet das System mit Elektroantrieb und Range Extender in der Gesamtbetrachtung eine bessere CO2-Bilanz als ein reines Elektrofahrzeug, welches eine deutlich größere Batterie mitschleppen müsste. Die tatsächlichen Verbrauchswerte für Strom und Sprit hängen jedoch maßgeblich vom Fahrprofil des Besitzers ab. Man darf gespannt sein, wie sich angekündigte Serienfahrzeuge wie der Chevy Volt und sein Konzern-Geschwister Opel Ampera, die beide auf ein vergleichbares Antriebskonzept setzen, in dieser Disziplin schlagen werden.