Mazda nutzt Hybridtechnik von Toyota
Mazda nutzt zukünftig Hybridtechnik von Toyota. Im Jahr 2013 kommt ein Hybridmodell auf den Markt, dass die Hybridtechnik des Prius mit den neuen Sky-Motoren von Mazda kombiniert
- Gernot Goppelt
Köln, 29. März 2010 – Toyota wird zukünftig "auf dem Gebiet der alternativen Antriebe" mit Mazda zusammenarbeiten. Die heute in Japan unterzeichnete Lizenzvereinbarung sieht eine Bereitstellung von Hybridkomponenten des Toyota Prius vor, die Mazda mit eigenen Verbrennungsmotoren kombinieren will. Konkret heißt das offenbar, dass Mazda auf einen leistungsverzweigten Hybrid setzt und nicht wie viele Konkurrenten auf einen Parallelhybrid. Mazda wird die Hybridkomponenten, zu denen auch das Planetengetriebe gehört, nicht von Toyota beziehen, sondern von den Lieferanten des weltgrößten Autobauers. Dazu dürfte unter anderem der Getriebehersteller Aisin gehören.
Verbrennungsmotor von Mazda
Beide Unternehmen geben bisher keine weiteren Details preis, die Schnittstelle scheint aber zwischen Hybridkomponenten und Verbrennungsmotor zu sitzen. Mazda will das System mit seiner so genannten Sky-Motorentechnik kombinieren, die zurzeit noch in der Entwicklung ist. "SKY" ist Mazdas Bezeichnung für moderne Otto- und Dieselmotoren, die 15 bzw. 20 Prozent sparsamer sein sollen als vergleichbare Varianten im derzeitigen Mazda-Motorenprogramm. Beim Benziner sollen dazu unter anderem Direkteinspritzung, höhere Verdichtung und Reibungsreduzierung beitragen, beim Diesel vor allem ein optimierter Verbrennungsprozess.
Mazda nutzt Hybridtechnik von Toyota (2 Bilder)

Der Antrieb des aktuellen Toyota Prius - rechts die Hybridkomponenten, links der Verbrennungsmotor
In Verbindung mit dem Hybridantrieb ist sicherlich mit dem Einsatz des Benziners zu rechnen, der als alleiniger Antrieb bereits 2011 in den Markt eingeführt werden soll. Das neue Mazda-Hybridfahrzeug soll in Japan entwickelt und gefertigt werden und dort ab 2013 angeboten werden. Nach einem Bericht der Financial Times hofft Mazda allerdings, den Wagen später auch auf anderen Märkten anbieten zu können.