BMW bringt Motorrad mit Reihensechszylinder-Motor
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Mehr Laufruhe
Seine Vorteile sind zunächst dieselben wie im Auto: Das praktische Fehlen von Massenkräften 1. und 2. Ordnung macht ihren Motorlauf besonders geschmeidig, verbunden mit "turbinenähnlichem" Sound. So kann BMW auch auf eine Ausgleichswelle und deren AntriebsÂelemente verzichten. Den naheliegenden Nachteilen wie der ausladenden Bauweise und dem höheren Gewicht will BMW moderne Konstruktionsmethoden entgegen setzen: So sei der Motor etwa 10 Zentimeter schmaler als bisherige Konstruktionen fĂĽr Motorräder und kaum breiter als ein "aktueller groĂźvolumiger Vierzylinder-Reihenmotor".
Kompakt und leicht
Dabei helfen ein nur leicht überquadratisches Bohrung-Hub-Verhältnis mit relativ langem Hub und sehr geringe Zylinderabstände, Zudem sind die elektrischen Nebenaggregate und deren Antrieb in den Freiraum oberhalb des Getriebes verlegt. Für weniger Gewicht sorgen "gezielter Leichtbau" wie zum Beispiel hohl gebohrte obenliegende Nockenwellen oder besonders leichte Pleuel. Das alles könnte natürlich auch Vierzylindermotoren zugute kommen, die so weiter ihren Bauraumvorteil behalten würden.
Das Layout entspricht den Vierzylindermotoren der K 1300, also mit einer um 55 Grad nach vorn geneigten Zylinderbank – gut für einen tieferen Schwerpunkt. Eine Trockensumpfschmierung ermöglicht zudem eine flache Bauweise des Kurbelgehäuses und somit eine tiefere Einbaulage des Motors, was ebenfalls der Schwerpunktlage zugute kommt.