Brennstoffzelle: Daimler will mit Renault-Nissan kooperieren
Auf der Suche nach dem Autoantrieb der Zukunft suchen Daimler und Renault-Nissan verstärkt den Schulterschluss. Die Hersteller denken nun auch über eine Co-Produktion bei der Brennstoffzelle nach
- ssu
Hannover, 9. Januar 2012 – Daimler und Renault-Nissan prüfen eine Gemeinschaftsproduktion beim Brennstoffzellenantrieb. "Wir reden ganz konkret mit Nissan über eine Kooperation bei der Brennstoffzelle", sagte Daimler-Entwicklungsvorstand Thomas Weber der Financial Times Deutschland. Erst tags zuvor hatten die Partner bereits bekanntgegeben, von 2014 an in den USA gemeinsam Benzinmotoren zu fertigen.
Co-Produktion ab 2014
Wie Weber gegenüber der Zeitung erklärte, betrifft die angedachte Co-Produktion erst die Modelle nach 2014. In jenem Jahr will Daimler mit einer Variante der B-Klasse als erster Hersteller ein Serienfahrzeug mit Brennstoffzelle in Europa, Amerika und Asien auf den Markt bringen.
Brennstoffzelle: Daimler will mit Renault-Nissan kooperieren (3 Bilder)

Brennstoffzellen-Stack der kanadischen Firma Ballard, die zusammen mit Ford und Daimler am Entwickler "Automotive Fuel Cell Cooperation" (AFCC) beteiligt ist.
Für welche Modelle die möglicherweise gemeinsam produzierte Brennstoffzelle infrage kommen könnte, sagte Weber nicht. Ein Daimler-Sprecher erklärte am Rande der Automesse NAIAS in Detroit, es gebe noch keine konkreten Beschlüsse. Da beide Partner an der Technologie arbeiteten, seien die Gespräche keine Überraschung.