Die neue Mitte: Beliebte Diesel-Kombis im Vergleich

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Im Fall unserer getesteten Kombis ist natürlich die wichtigste Frage, was hinten hineingeht. Am wenigsten Gepäck passt in das T-Modell der C-Klasse, obwohl die äußere Form Gegenteiliges suggeriert. Doch von innen betrachtet, verengt sich der Kofferraum stark. Praktisch, aber leider aufpreispflichtig ist ein Stausystem, bei dem durch einen Teleskopstab und einen Gurt die Ladefläche unterteilt wird. Im Normalzustand ist im Mercedes-Hinterteil Platz für 485 Liter Staugut, umgeklappt und dachhoch beladen sind es maximal 1500 Liter. Obwohl sogar ein wenig kürzer, passen in den Skoda sehr respektable 580 beziehungsweise 1620 Liter. König der Lademeister ist der Passat, der jedoch durch seine Länge einen Vorteil besitzt. Bei ihm ist die Öffnung der Ladeluke sehr breit und gleichmäßig, störend ist aber eine hohe Ladekante. Positiv ist die sehr hoch öffnende Kofferraumklappe, die auf Wunsch sogar elektrisch betätigt werden kann. Erstaunliches fördern die Zahlen beim VW zutage: Trotz des Längenzuwachses kommt er „nur“ auf 588 und 1716 Liter Stauraum, wodurch er sich nicht entscheidend vom Skoda absetzen kann.

Unsere drei Kontrahenten liegen in Sachen Leistung dicht beieinander. Der Common-Rail-Diesel des C 200 CDI T erzeugt aus 2,1 Liter Hubraum 136 PS. Auch der Passat Variant 2.0 TDI setzt seit kurzem auf die laufruhige Common-Rail-Technik und generiert 140 PS aus zwei Liter Hubraum. Noch mit der alten Pumpe-Düse-Technik fährt der Octavia Combi 2.0 TDI vor. Sein Motor sorgt für einen bissigen Antritt, jedoch erfordert ein etwas abrupter Drehmomenteinsatz ab 1800 U/min einen sanften Umgang mit dem Gaspedal. Im Leerlauf ist das Aggregat deutlich als Diesel wahrzunehmen, bei höheren Geschwindigkeiten bleibt der Motor aber recht leise, wozu auch ein lang übersetzter sechster Gang beiträgt. Die Schaltung selbst gefällt mit leichter Bedienung und kurzen Wegen.

Durchgehend laufruhig präsentiert sich der Passat-Motor. Speziell im Vergleich zu den rauen Vorgänger-Dieseln stellt er eine wahre Wohltat dar. Aber auch er ist nicht frei von Schwächen: Erst ab 2000 Umdrehungen kommt fühlbarer Vortrieb zustande, und gelegentlich sind leichte Brummfrequenzen spürbar. Oberhalb von 160 km/h geht dem Aggregat die Luft aus, weiterer Geschwindigkeitszuwachs erfolgt nur zäh, wofür auch die lange Übersetzung der beiden höchsten Gänge beiträgt. Ein Blick auf die technischen Daten bestätigt unsere Eindrücke: Der Mercedes und der VW spurten rund eine Sekunde langsamer auf Tempo 100 als der Skoda.