Die neue Mitte: Beliebte Diesel-Kombis im Vergleich
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Ausstattung und Preis
Wie nicht anders erwartet, befindet sich der Skoda am unteren und der Mercedes am oberen Ende der Preisskala. Als Orientierung soll daher der VW dienen. Unser Test-Passat kommt in der mittleren Ausstattungslinie Comfortline daher, zudem besitzt er den „4Motion“ genannten Allradantrieb. Inklusive Dieselpartikelfilter beträgt der Grundpreis 31.975 Euro. Die Serienausstattung ist ausreichend, wenngleich nicht überragend. Zu ihr zählen Dinge wie eine komplett umklappbare Beifahrerlehne, vier elektrische Fensterheber, ein Tempomat und eine manuelle Klimaanlage. Unverständlich ist, warum nicht einmal ein Radio inklusive ist. Die Liste der Sonderausstattungen ist lang und reicht vom Abstandsradar über eine Rückfahrkamera bis zum Touchscreen-Navi. Im Fall unseres Testwagens addierte sich der Endpreis auf 43.095 Euro, allerdings sind bei Vollausstattung sogar 50.000 Euro möglich.
Supergünstiger Skoda
Die Rolle des Preisbrechers spielt der Skoda Octavia 2.0 TDI Combi: Er kostet in der gehobenen Elegance-Ausführung 26.630 Euro mit Partikelfilter und bietet sogar etwas mehr Serienausstattung als der Passat. So sind im Preis hintere Parksensoren, eine Klimaautomatik, beheizbare Vordersitze, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen und ein CD-Radio inbegriffen. Eine Empfehlung wert ist das Touchscreen-Navi, was bei Skoda „Columbus“ heißt, aber baugleich mit dem VW-System ist und dennoch weniger kostet. Die direkte Vergleichbarkeit mit Passat und C-Klasse ist beim Octavia nur bedingt möglich, weil Dinge wie eine Rückfahrkamera oder eine elektrisch schließende Heckklappe nicht erhältlich sind. Zur Veranschaulichung sei aber gesagt, dass der Zweiliter-Diesel selbst in der Topausstattung „Laurin & Klement“ bei Ausnutzung aller Extras die Marke von 37.000 Euro nicht übersteigt. Dies wird sich auch mit dem Facelift nicht ändern, da der Octavia nur um 500 Euro teurer wird.
Zuschlag für den Stern
Dass der Grundpreis des Mercedes C 200 CDI T Avantgarde 36.717 Euro beträgt, überrascht nicht wirklich. Zur Ehrenrettung des Schwaben muss aber hinzugefügt werden, dass die Zeiten, in denen ein Mercedes gänzlich nackt daherkam, vorbei sind. Schon die Basis-C-Klasse bietet eine Klimaautomatik, ein CD-Radio, vier elektrische Fensterheber, ein Multifunktionslenkrad, 16-Zoll-Alufelgen und ein Fahrwerk mit selektivem Dämpfungssystem. Die „Avantgarde“-Version hat neben diversen optischen Verzierungen 17-Zoll-Leichtmetallräder statt der Serien-Felgen. Ausstattungsbereinigt, also ohne Allradantrieb, aber mit vergleichbarer Ausstattung liegt der Passat Variant 2.0 TDI bei 32.682 Euro, also 4360 Euro unter dem Mercedes. Der Stern auf der Motorhaube hat eben noch immer seinen Preis.