Die neue Mitte: Beliebte Diesel-Kombis im Vergleich

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Heute wichtiger denn je ist der Showdown an der Zapfsäule: Wie viel vom teuren Treibstoff ziehen sich unsere Probanden durch die Düsen? Das wollten wir genau wissen und sind mit dem Kombi-Trio auf unsere 177 Kilometer lange Verbrauchsrunde gegangen, die sich aus Autobahn, Stadtverkehr und Landstraße zusammensetzt. Am meisten verbraucht der Mercedes mit 7,3 Liter auf 100 Kilometer, womit er die Werksangabe von 6,0 Liter deutlich verfehlt. Trotz Allradantrieb begnügt sich der VW mit 6,7 Liter (Werksangabe: 6,1 Liter), Spitzenreiter ist der Skoda mit 6,2 Liter (Werksangabe: 5,7 Liter). Legt man die Verbräuche im NEFZ zugrunde, führt der Allradantrieb im Passat zu 0,4 Liter Mehrverbrauch, die Verbrauchswerte des Octavia mit Pumpe-Düse-Diesel können sich also allemal noch sehen lassen. Im Frühjahr 2009 erhält auch er die laufruhigen Common-Rail-Aggregate – mal sehen, ob er mit ihnen ebenso sparsam unterwegs ist.

Fahrwerk und Lenkung
Beim Mercedes erfreut die direkt ansprechende Lenkung, ebenso beim Skoda. Der VW erfordert bei höheren Tempi einen strammeren Griff, was letztlich Auslegungs- und Geschmackssache ist, an Exaktheit mangelt es ihr auf jeden Fall nicht. Obgleich alle drei Testkandidaten dem aktuellen Trend zu straffen Fahrwerken folgen, sorgt die C-Klasse für die größte Überraschung: Trotz der sportlich angehauchten „Avantgarde“-Ausstattung unseres Testwagens bietet der Mercedes den besten Abrollkomfort. Schon straffer gibt sich VW, er poltert deutlich bei Querfugen. Echte Schwächen zeigt das Skoda-Fahrwerk: Bei schnell gefahrenen, kurz aufeinander folgenden Kurven schaukelt sich das Fahrzeug im unbeladenen Zustand unangenehm auf.