Fahrbericht Jaguar I-Pace
Es könnte Vielfahrer stören, dass 7,2 kW Ladeleistung eben in Relation zu 90 kWh Kapazität stehen. Jaguar selbst gibt eine Ladung von ganz leer mit 12,9 Stunden an (Ladekurven flachen oben ab). Es kann also sein, dass Heimlader (das sind derzeit über 95 Prozent) nicht die voll aufgeladene Reichweite des Autos zum täglichen Pendeln, Schultaxi, Einkaufen nutzen können, weil es über Nacht zu kurz steht. Jaguar will in einem Update daher einen Drehstromlader anbieten. Die Technik kostet derzeit im Bereich 1000 Euro Aufpreis. Schön wäre, wenn Jaguar dreiphasig 32 A anböte, also 22 kW Ladeleistung. Aber auch 11 kW wie bei BMWs i3 wären schon ein Fortschritt für die Anwendung „über Nacht“.
Verbräuche zwischen 25 und 30 kWh
Der I-Pace ist mit 24 kWh pro 100 km im WLTP-Zyklus homologiert. Das erreichen Fahrer, die es erreichen wollen. Üblicher werden allerdings Verbräuche zwischen 25 und 30 kWh / 100 km sein, bei denen die Fahrt einige Beschleunigungen zum puren Spaß an der Freude enthält.
Natürlich verbaut Jaguar im I-Pace ein aufwendiges Thermo-Management der Batterie und eine Wärmepumpe für die Innenraumluft. Das sind aber bei diesem Trumm von Auto Marginalien. Zwei Tonnen auf breiten, eher sportlichen als holzigen Reifen leisten schlicht relevant Widerstand. Ein I-Pace auf Leichtlaufreifen wäre eine Fehlplanung. Die Serienreifen Goodyear Eagle F1 sind ein dem Fahrzeug angemessener Kompromiss zwischen Haftung und Rollwiderstand.
Die Kosten fĂĽr die ĂśberfĂĽhrung wurden von Jaguar ĂĽbernommen, jene fĂĽr Strom vom Autor.