Kleine Evolution: Der Antrieb des Toyota Yaris Hybrid
Schwer zu verstehen ist dieses Prinzip, weil das Zusammenspiel der Zahnräder im Planetengetriebe eine echte Herausforderung für das Vorstellungsvermögen ist. Hierin ist wohl auch der Kurzschluss begründet, dass der Hybridantrieb von Toyota gerne als kompliziert empfunden wird. Mechanisch ist eigentlich das Gegenteil der Fall: Anders als ein Parallelhybrid braucht der "Hybrid Synergy Drive" zum Beispiel keine Kupplung. Auch gibt es keine konventionellen Getriebe oder Keilriemen wie in einem CVT. All das übernimmt das kompakte Planetengetriebe als zentrales Weichenelement zwischen dem Benziner und den beiden Motorgeneratoren.
Minimalverbraucher
So so, mag mancher denken und es lieber mit Toyota-Pressesprecher Henning Meyer halten, der sich schlicht dafür interessiert, was hinten ´rauskommt: Den Kunden interessiere letztlich nur, dass das Auto komfortabel fährt und wenig verbraucht. Die nun veröffentlichten CO2-Emissionen von 79 g/km – das entspricht weniger als 3,5 Liter Super – sind in der Tat ein außergewöhnlich niedriger und derzeit konkurrenzloser Wert. Honda gibt für den Jazz Hybrid eine CO2-Emission von 104 g/km an. Angesichts der leidigen Preissituation an den Tankstellen hat Toyota also voraussichtlich ein heißes Eisen im Feuer – zumal man nicht so recht glauben mag, dass Superbenzin so bald wieder unter 1,60 Euro zu haben sein wird. Mit seinen 100 PS Systemleistung ist der Hybrid-Kleinwagen zwar keine Rakete, aber Spritsparen kann man ja auch sportlich betreiben. Wir sind gespannt auf die ersten Fahr- und Spareindrücke. (ggo)