Mazda 3 2.0 i-stop: Benziner mit neuartigem Start-Stopp-System in der Praxis
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Wenig Geräusche und Vibrationen
Auf einen elektrischen Anlasser hätte aus technischer Sicht sogar ganz verzichtet werden können. Allerdings hilft dieser, Sprit zu sparen. Gäbe es ihn nicht, müsste der Benziner vor dem Ausschalten noch einen Moment leerlaufen, damit Restgase ausgespült werden können. Der längere Leerlauf würde jedoch zusätzlichen Verbrauch mit sich bringen. Dank des zugleich auf ein Minimum reduzierten Einsatzes des Anlassers konnten die Vibrationen und Geräusche in dieser Variante des 3 spür- und hörbar reduziert werden: Während Gesprächen im Auto, laufendem Radio oder lauten Außengeräuschen ist das automatische Abstellen des Motors manchmal gar nicht, das selbständige Wiederstarten nur sehr dezent wahrnehmbar. Dafür zeigt eine "i-stop"-Anzeige im Tachometer an, wenn das System den Motor abgestellt hat.
Energiehungrige Klimaautomatik
Immer wieder geht der Motor des Mazda 3 i-stop jedoch im Stillstand von alleine wieder an. Das passiert immer dann, wenn viel zusätzliche Energie verbraucht wird, beispielsweise von der Klimaautomatik, die auch im Stillstand weiterarbeitet. Und dies ist keineswegs nur dann der Fall, wenn die Klimaanlage große Unterschiede zwischen Innenraum- und Außentemperatur ausgleichen muss. Wer – beispielsweise im Stop-and-go-Verkehr – ganz auf die Start-Stopp-Automatik verzichten will, kann sie über einen Schalter am Armaturenbrett auch manuell deaktivieren.
Europapremiere fĂĽr Benzin-Direkteinspritzer
Der Benzin-Direkteinspritzer mit zwei Litern Hubraum kommt in Europa neu zum Einsatz, in Japan ist er schon seit 2007 für den Mazda 3 verfügbar. Mit 151 PS leistet er lediglich 1 PS mehr als das Vorgänger-Aggregat, und auch das Drehmoment ist lediglich geringfügig auf 191 Newtonmeter angewachsen. Der Direkteinspritzer erweist sich als unaufgeregt, laufruhig und – bei zurückhaltend eingesetztem Gasfuß – auch geräuscharm. Die Beschleunigung von 0 auf Tempo 100 bewältigt der Kompakt-Japaner in 10,4 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 206 km/h erreicht. Eher auf Dynamik als auf Komfort ausgelegt ist das durchaus straff abgestimmte Fahrwerk. Das sorgt für Fahrspaß, verhindert aber eben nicht, dass die ein oder andere Bodenwelle etwas zu ungefiltert auf die Insassen übertragen wird.