Raw-Konverter im Vergleich
Seite 18: Raw-Konverter im Quervergleich
Demosaicing
Das Demosaicing von Capure One ist nahezu perfekt, selbst in den Ecken der Quadrate, wo alle anderen Konverter Interpolationsfehler zeigen. Bei Aftershot Pro sind die Fehler insgesamt am stärksten ausgeprägt und wurden auch in realen Fotos deutlich sichtbar. ACDSee kam mit den senkrechten Linien in Nikon-D300-Raws schlecht zurecht, mit Dateien aus zwei anderen Kameras jedoch sehr gut.
Lichter wiederherstellen
Beim Restaurieren eines extrem überbelichteteten Fotos machten Lightroom und Capture One den besten Job, gefolgt von ACDSee. AfterShot Pro und DxO Optics Pro können nicht überzeugen, nicht nur wegen des Farbstichs (der sich entfernen lässt), sondern wegen der abgesoffenen Tiefen und der verwaschenen Details.
Bildrauschen
Das Testbild wurde mit einer Sony A580 bei ISO 6400 aufgenommen; der Ausschnitt stammt zudem aus Schattenbereichen, die erst einmal auf gehellt werden mussten. Dementsprechend stark ist das Rauschen. Der eingebaute Rauschfilter von AfterShot Pro brachte eher eine Verschlechterung, etwas besser arbeitet das Plug-in Wavelet Denoise. Das feinste Korn und angenehme Farben produzierte DxOs PRIME-Filter, jedoch auf Kosten der Schärfe. Auch in der Qualität Hoch arbeitet das DxO-Programm sehr gut, gefolgt von Lightroom, ACDSee und Capture One (in dieser Reihenfolge).
Brillanz
Nahezu perfekt fürs Hochglanzmagazin hat Capture One den Oldtimer aufbereitet, und das ganz ohne Schärfen, nur mit Klarheit und Struktur. Lightroom kommt da vor allem in der Farbbrillanz nicht heran, liefert aber dennoch ein sehr gutes Ergebnis. DxO arbeitet deutlich zurückhaltender, für den Feinschliff ist die Nachbearbeitung in einem Bildbearbeitungsprogramm zu empfehlen. Dasselbe gilt für ACDSee. AfterShot Pro konnte das Raw-Format dieser Kamera (Nikon Powershot P330) nicht öffnen.