Renault forciert die Elektromobilität
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Renault muss darauf hoffen, dass Schnellladestationen (20 Minuten Ladezeit) und das "Quickdrop"-System schnell genug zur Verfügung stehen, um auch längere Fahrten zu ermöglichen. Bei letzterem handelt es sich um das Batterie-Wechselsystem des kalifornischen Unternehmens Better Place, mit dem Renault kooperiert. In Deutschland kooperiert Renault mit RWE in der Hoffnung, dass auch hierzulande schnell ein engmaschiges Netz an Ladestationen zur Verfügung steht.
Elektrischer Stadtflitzer aus Spanien
Heute kündigte Renault zudem an, in seinem spanischen Werk Valladolid ein weiteres neues Elektroauto fertigen zu wollen. Es lehnt sich ebenfalls an eine Studie an, die auf der IAA gezeigt wurde, den Twizy Z.E. Concept . In Valladolid werden derzeit die Modelle Mégane Fünftürer, Mégane Grandtour, Clio, Modus und Grand Modus gebaut. Außer dem Elektroauto sollen in Valladolid ab 2012 auch ein moderner Verbrennungsmotor und ab 2013 ein neues Renault-Modell von den Bändern laufen. Der Twizy Z.E. Concept ist laut Renault auf eine Reichweite von 100 Kilometer ausgelegt, die Leistung von 15 kW genügt für eine Höchstgeschwindigkeit von 75 km/h. Wie beim Zoe sind dies allerdings Angaben für die Konzeptfahrzeuge, Angaben für die Serienautos macht Renault noch nicht.
Der Staat hilft mit
Mit seinen Ankündigungen zeigt Renault abermals, dass man den Markt der Elektroautos aggressiv erschließen will. Mit dieser Strategie geht Unternehmen ein hohes Risiko ein, weiß dabei aber offenbar den französischen Staat hinter sich. Dafür spricht die Beteiligung des CEA, das sich allgemein mit Innovationen in der Energietechnik befasst, aber nach wie vor einen starken Schwerpunkt im Bereich Nutzung der Kernenergie setzt. Im Unterschied zu Deutschland gilt die Kernenergie in Frankreich nach wie vor als Zukunftstechnologie, was es erleichtert, eine erfolgreiche Einführung der Elektromobilität zu fördern. (ggo)