Toyota Yaris Hybrid im Fahrbericht
Der Normverbrauch mit den 15-Zoll-Serienrädern liegt bei 3,5 Liter je 100 Kilometer, mit 16-Zöllern bei 3,7 Liter. Damit gehört das Auto zu den sparsamsten Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Der Yaris mit 90-PS-Diesel verbraucht mit 3,9 Liter schon etwa zehn Prozent mehr. Was die finanzielle Seite angeht, so geht auch hier der Vergleich zugunsten des Hybrids aus: 3,9 Liter Diesel sind bei derzeitigen Spritpreisen teurer als 3,5 Liter Super. Der Praxisverbrauch ist wie immer etwas höher: Nach einer Ausfahrt im städtischen Umfeld zeigte der Bordcomputer 4,4 Liter je 100 Kilometer an, das ist allemal ein respektabler Wert.
Auch rein elektrisch
Wer will, kann mit dem Yaris Hybrid auch rein elektrisch fahren. Das ist bis zu einem Tempo von 50 km/h und für maximal zwei Kilometer möglich. Wer unbedingt die Priorität elektrisches Fahren vorgeben will, betätigt den EV-Schalter. Elektrische Fahrt ist jedoch nur beim Fahren mit konstantem Tempo möglich, schon bei geringfügigem Beschleunigen schaltet sich der Ottomotor zu. Dazu gibt es noch einen Eco-Mode-Schalter, der den Verbrennungsmotor etwas zurückhaltender auf Gasbefehle des Fahrers reagieren und die Klimaautomatik sparsamer agieren lässt.
Ab 16.950 Euro
Der Basispreis für den ausschließlich fünftürig erhältlichen Yaris Hybrid beträgt 16.950 Euro. Das klingt nicht übel. Auch der Preisabstand zum Honda Jazz Hybrid ist beträchtlich: Den schwächer motorisierten Hybridkleinwagen gibt es erst ab 19.290 Euro. Toyota selbst vergleicht mit dem Diesel-Yaris. Überraschendes Ergebnis: Der Hybrid ist ausstattungsbereinigt 1320 Euro günstiger. Die Rechnung bezieht sich auf die mittlere Version Yaris Hybrid Life für 17.900 Euro. Das fünftürige Dieselmodell mit 90 PS in Life-Ausstattung ist mit 17.800 Euro fast genauso teuer. Stattet man die Selbstzünderversion aber – ähnlich wie das Hybridmodell – mit Klimaautomatik, Automatikgetriebe und Start-Stopp-Automatik aus, kommt man auf 19.220 Euro. Ausstattungsbereinigt ist der Yaris Hybrid also nicht überteuert. Der erste Vollhybrid-Kleinwagen ist ein unerwartet günstiges Angebot.