Lexus RX450h: Europa-Preview des neuen Hybrid-SUV
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Modifikationen unter dem Blech
Nicht nur die Optik zeigt sich verändert, auch unter dem Blech hat sich einiges getan. So sorgt eine geänderte Hinterachse für einen besser in der Breite nutzbaren Kofferraum. Dadurch steigt das Gesamtvolumen bei stehender Rückbank um 57 auf knapp 500 Liter. Praktisch: Die Rücklehnen klappen nach Ziehen an einem Hebel im Kofferraum selbsttätig um, zudem schließt die Heckklappe elektrisch. Einziges Manko ist die relativ hohe Ladekante. Zurück zum Fahrwerk: Optional gibt es elektrisch gesteuerte aktive Stabilisatoren vorne und hinten, welche die Rollneigung unterdrücken sollen. Komfortorientierte RX-Kunden können hingegen zur aufpreispflichtigen vierstufigen Luftfederung greifen, mit deren Hilfe sich das Fahrzeug um bis zu 30 Millimeter hebt und senkt.
Weniger verbrennen
Der Benzinmotor des RX 450h basiert auf dem Motor des parallel angebotenen RX 350. Aus 3,5 Litern Hubraum holt der Sechszylinder 249 PS (183 kW) bei 6000 Umdrehungen. Sein maximales Drehmoment beträgt 317 Nm bei 4800 Touren. Im RX 450h arbeitet der Motor im Atkinson-Zyklus. Bei diesem Arbeitsverfahren schließen die Einlassventile im Verdichtungstakt etwas später. Dadurch wird der Kraftaufwand beim Verdichten reduziert. Im Arbeitstakt werden die Auslassventile später als bei herkömmlichen Viertaktern geöffnet, sodass der volle Verbrennungsdruck länger auf den Kolben einwirkt. Gleichzeitig sinkt die Abgastemperatur im Vergleich zu einem herkömmlichen Motor.
Entscheidend ist, was hinten rauskommt
Im Verein mit dem Atkinson-Verfahren hilft eine gekühlte Abgasrückführung (Exhaust Gas Recovery – EGR) den Spritdurst des V6 zu zügeln. Das EGR-System kühlt die Abgase von Maximalwerten von über 700 Grad Celsius auf circa 150 Grad Celsius herunter und führt dieses Abgas präzise dosiert in den Ansaugtrakt des Systems zurück. Durch die Abgasbeimischung sinkt die Verbrennungstemperatur weiter ab. Außerdem verringern sich durch den Einsatz von EGR die Drosselverluste im Ansaugsystem durch eine Reduzierung des Unterdrucks auf der Ansaugseite. In Kombination mit dem Atkinson-Zyklus werden durch EGR diejenigen Betriebszustände vermieden, in denen zusätzlicher Treibstoff allein zur Reduzierung der Verbrennungstemperatur eingespritzt werden muss, um den Katalysator vor einer Überhitzung zu schützen.
Wärmepumpe an Bord
Außerdem nutzt der RX 450h die Abgasrestwärme (Exhaust Heat Recovery – EHR), um das Motorkühlmittel nach dem Kaltstart schneller zu erhitzen und die spritfressende Warmlaufphase zu verkürzen. So kann der Verbrenner auch früher und öfter abgeschaltet werden, um elektrisch zu fahren. Im Vergleich zum Hybrid-Vorgänger Lexus RX 400h soll der Kraftstoffverbrauch des RX 450h bei winterlichen Außentemperaturen im Alltagsbetrieb um bis zu 23 Prozent niedriger liegen.