Lexus RX450h: Europa-Preview des neuen Hybrid-SUV
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Fortentwickelter Hybridantrieb
All diese Maßnahmen würden natürlich auch den Durst eines konventionellen Benziners senken, doch wie es die Typbezeichnung nahelegt, soll der Hybridantrieb des RX 450h die Durchzugskraft eines wesentlich größeren Motors bieten als sie der 3,5-Liter-V6 allein liefern kann. Wie sein Vorgänger besitzt das SUV einen leistungsverzweigten Hybrid-Antrieb mit je einem Elektromotor an Vorder- und Hinterachse. Deren Leistungsdaten liegen mit 123 kW vorn und 50 kW hinten auf dem Niveau des Vorgängermodells. Durch verbesserte Kühlung konnten aber ihr Drehmomentmaximum und der Drehmomentverlauf verbessert werden. Der vordere Motor stellt nun ab der ersten Umdrehung 335 Nm bereit, der hintere stemmt bis zu 139 Nm auf die Hinterachse.
Überarbeitetes Planetengetriebe
Das Herzstück des kombinierten Antriebs ist das Planetengetriebe mit Leistungsverzweigung zur stufenlosen Kraftübertragung. Für den Einsatz in der zweiten RX Hybrid-Generation bekam es einen separaten Ölkühler und wurde in zahlreichen Details modifiziert. Ein neuer zweiteiliger Schwungraddämpfer soll Drehmomentschwankungen ebenso ausgleichen wie ein Rucken bei Start oder Stopp des Verbrennungsmotors.
Erstmals in einem Hybridsystem setzt Lexus seine Schaltsteuerung namens AI-SHIFT ein. Das Kürzel "AI" steht für Artificial Intelligence. Die Elektronik erkennt, ob das Fahrzeug sich in der Ebene, bergauf oder bergab bewegt. Sie vergleicht die tatsächliche Geschwindigkeit mit der Stellung des Gaspedals und passt die Getriebeübersetzung automatisch diesen Fahrumständen an. So wird für die Bergauffahrt die Drehzahl erhöht während das System bergab automatisch den Vorteil der Motorbremse nutzt.
Alternativ kann der Fahrer über eine manuelle Schaltgasse festgelegte Übersetzungsverhältnisse vorwählen. Die Stellung "S" des Schalthebels simuliert den manuellen Modus eines konventionellen Automatikgetriebes und ermöglicht es, die Fahrzeuggeschwindigkeit bei steilen Bergabfahrten mittels Einsatz der Motorbremse zu kontrollieren und dabei eine maximale Energie-Rückgewinnung (Rekuperation) zu erreichen.