Mikrolabs: Kompakte Fotodrucker

Seite 3: Canon Pixma mini 260

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Canon ist der einzige Hersteller, der sich bei Kleinformaten nicht auf eine Drucktechnik festlegt. Neben den Thermoprintern bietet er seit einiger Zeit auch Tintenmodelle an. Der Pixma mini 260 ist davon der erste mit einer Sammelpatrone für vier verschiedene Farben: Neben Cyan, Magenta und Gelb kommt noch Schwarz zum Einsatz, was ein neutraleres Grau und ein tieferes Schwarz ermöglicht.

Die Bearbeitungsmöglichkeiten für den Direktdruck von Karte sind umfangreich, die "Photo Optimierung Pro" ist vorausgewählt. Beim Korrigieren von roten Augen gab der Algorithmus auf halbem Wege auf und beließ eine Iris in strahlendem Rot. Unter Mac OS X, Windows XP und Vista bietet das mitgelieferte Programm Easy- PhotoPrint komfortable Layout- und Filterfunktionen. Bei der Installation meckerte Vista zwar über "bekannte Kompatibilitätsprobleme", es lief aber alles wie unter XP. Die Fotos gelangen via Display oder DPOF insgesamt gut, wenn sie auch einen Hauch zu kontrastreich, Grau leicht fleckig und die Tiefen zu dunkel gerieten.

Canons Pixma mini 260 druckt mit seinen vier Tinten am besten, aber auch am teuersten.

Über PictBridge gedruckt kamen ein leichter Rotstich und Streifen im Grauverlauf hinzu. Das Farbbild vom Computer aus gedruckt wirkte etwas zu dunkel und Grau zu blau. Außerdem produzierte der mini 260 3 cm vor dem Blattende gelegentlich einen Störstreifen. In den schön abgestuften Schwarzweißprints waren leichte Streifen und ein minimal buntes Grau zu erkennen. Unter Sonnenlicht blichen vor allem Hauttöne sichtbar aus. Vom Rechner angesteuert benötigte der mini 260 im besten Modus dreimal so lange für ein Foto wie im Direktdruck, ohne eine bessere Qualität zu liefern.

Beim Leerdrucken ermittelten wir Tintenkosten von 18 Cent, die an sich noch akzeptabel sind. Mit den Papierkosten von 65 Cent für das professionelle Fotopapier können preisbewusste Anwender sich allerdings nicht anfreunden, selbst das Glossy Plus schlägt noch mit 27 Cent pro Blatt zu Buche. So bleibt es ihm überlasssen, ein gut harmonierendes Papier von einem günstigen Anbieter zu suchen. 50 Euro spart man beim alternativen Kauf des mini 220, der ohne Scrollrad, Akku-Option und 50er-Jahre-Design auskommen muss.