3GSM: SMS-MarktfĂĽhrer LogicaCMG setzt auf Red Hat Linux

"Performance, Verfügbarkeit und Stabilität" seien der Grund für den Einsatz von Linux, erklärte Steven van Zanen von LogicaCMG, über deren Systeme nach eigenen Angaben weltweit zwei Drittel aller SMS laufen.

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Die britische LogicaCMG setzt auf Red Hat Linux. Das Unternehmen ist Marktführer bei SMS-Infrastruktur und hat ein Portfolio an Messaging-, Content-, Abrechnungs- und diversen anderen IT-Systemen für Mobilfunk-Netzbetreiber. Nach eigenen Angaben laufen weltweit zwei Drittel aller SMS über Systeme des Anbieters. Immer mehr LogicaCMG-Lösungen basieren dabei auf Linux. Nach dem Multimedia Messaging Service Centre (MMSC), Messaging Application Server für das IP Multmedia Subsystem (IMS), dem Instant Messaging and Presence Server (IMPS) und einem Proxy-Server läuft nun auch die Next Generation Messaging Plattform unter Red Hat Linux. Auf der Plattform werden unterschiedliche Dienste wie Unified Messaging, Mobile E-Mail, Video-Mitteilungen aber auch Inhaltsangebote aufgesetzt.

"Performance, Verfügbarkeit und Stabilität" seien der Grund für den Einsatz von Linux, erklärte Marketing-Direktor Steven van Zanen, "In erster Linie geht es nicht um Kostensenkung. Trotzdem können (die Netzbetreiber) mit Linux günstigere Hardware verwenden. Sie sind nicht mehr von einem bestimmten Hersteller eines proprietären Systems abhängig." Nachdem die Netzbetreiber die letzten Jahre vorwiegend Kosten reduzierende Investitionen getätigt hätten, seien jetzt wieder Wachstumsinvestitionen angesagt. LogicaCMG sieht im Content-Geschäft die Zukunft der Branche. Daten- und Inhaltsdienste seien der richtige Weg, Endkunden zu binden. Allerdings würden derzeit "Unmengen an Services den Kunden an den Kopf geworfen, und die wissen nicht, wie ihnen geschieht." Die Angebote müssten bequemer zu nutzen sein.

Laut einer Untersuchung wisse jeder zweite Nutzer den Typ seines Handy nicht. Werde zum Beispiel beim Download eines Klingeltons danach gefragt, würden viele einfach raten – was das Problem nur verschärfe. Mit untauglichen aber kostenpflichtigen Dateien bedacht zu werden, verärgere die Kunden und führe zu deren Abwanderung zu anderen Anbietern. Die Lösung liege einerseits in der netzseitigen Erkennung von Endgerät und Firmware-Version. Andererseits müssten die User-Interfaces besser werden. Van Zanen glaubt dabei an eine Rückkehr der sprachgesteuerten Dialoge zwischen Mensch und Maschine – und offeriert natürlich auch gleich entsprechende Lösungen.

Zum 3GSM World Congress 2006 siehe auch:

(Daniel AJ Sokolov) / (jk)