Datenmetz
Seite 9: Hohlform
Für den Druck auf einem günstigen 3D-Drucker reicht es, wenn das Oberflächennetz in der 3D-Datei ein Volumen vollständig umschließt. Die Maschinen arbeiten nach dem sogenannten Fused-Desposition-Modeling-Verfahren (FDM) und bauen das Objekt Schicht auf Schicht aus geschmolzenem Plastik auf. Dabei legt die Steuersoftware der Maschinen das unsichtbare Innere von Werkstücken automatisch als lose Gitterstruktur an. Das spart Zeit, Material, Gewicht und Kosten.
Der Nachteil von FDM: Die Druckerzeugnisse sind einfarbig. Wer mit Fototexturen belegte 3D-Objekte drucken will, wie sie etwa 123D Catch aus Fotos berechnet, muss einen Dienstleister beauftragen, der Maschinen der Z-Serie von 3D Systems betreibt. Diese backen ein spezielles Gipspulver mit farbiger Tinte zusammen und tränken das gesamte Gebilde zum Schluss in klarem Kunstharz. Anders als die FDM-Maschinen legen diese Drucker allerdings keine Gitterstrukturen im Inneren an; was die Vorlage als Volumen vorgibt, wird massiv gedruckt. Da die meisten Dienstleister den Preis für Farbdrucke nach verbautem Material berechnen, kommen selbst bei kleinen Modellen schnell ein paar hundert Euro zusammen.
Um Geld zu sparen, höhlt man massive Objekte vor der Bestellung aus. Hierfür bietet zum Beispiel Blender die notwendigen Werkzeuge und bewahrt gleichzeitig die fotografische Oberflächentextur des Ausgangsmodells.
Blender ist ein umfangreiches 3D-Open-Source-Paket, das einige Einarbeitung erfordert. Die folgende Anleitung richtet sich an Nutzer, die schon etwas Erfahrung mit der Anwendung haben. Falls Sie noch nie mit Blender gearbeitet haben, gibt es im Web eine Menge Tutorials, die den unfallfreien Einstieg zeigen.