BenQ kündigt neue Handys an

Während die insolvente Handytochter BenQ Mobile endgültig zerschlagen wird, kündigt der taiwanische BenQ-Konzern neue Handys mit WLAN-Adaptern an.

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Während der deutsche Handyhersteller BenQ Mobile endgültig zerschlagen wird, will der taiwanische Mutterkonzern BenQ weiterhin Handys anbieten. Marketingchef Jerry Wang, der im Konzern auch Verantwortung für BenQ Mobile innehatte, kündigte gegenüber der EETimes eine Reihe neuer Geräte vom einfacheren Handy bis zum Smartphone und UMPC an. Die meisten der 14 geplanten Geräte sollen neben der Mobilfunkeinheit auch einen WLAN-Adapter mitbringen.

Mit den neuen Produkten will sich BenQ an der Schnittstelle von Mobilfunk- und WLAN-Netzen positionieren. Die Geräte sollen ein nahtloses Umschalten zwischen den verschiedenen Netzen ermöglichen. "Es gibt derzeit nicht viele Hersteller, die das im Moment hinbekommen", sagte Wang dem Bericht zufolge. BenQ führe bereits Gespräche mit Netzbetreibern über die neuen Handys. Wang sieht BenQ durch die Pleite der deutschen Tochter offenbar zurückgeworfen. "Wir müssen eineinhalb Jahre zurückgehen und neu anfangen", erklärte der Manager.

BenQ hatte die defizitäre Handysparte von Siemens 2005 einschließlich einer Mitgift von mehreren hundert Millionen Euro übernommen. Nach Umsatzrückgängen und weiteren Marktanteilverlusten drehte die neue Mutter der Tochter aber rund ein Jahr später den Geldhahn zu. Ende September vergangenen Jahres meldete BenQ Mobile Insolvenz an. Die Pleite löste auch massive Proteste gegen Siemens in der Öffentlichkeit und bei den Beschäftigten aus.

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